Isländerzucht
Die Isländerzucht hat sich bekanntlich auf zwei Bereiche aufgeteilt: Sportpferde und Freizeitpferde, darunter dann noch viele alte Zuchtlinien.

Durch die verlockend hohen FEIF-Noten der vielen 5-Gang-Sport-Hengste wurden in den letzten Jahren verstärkt 5-Gänger gezüchtet, oftmals so stark passveranlagt, dass sie im Freizeitbereich von normalen Freizeitreitern, und dies sind nun einmal mind. 70% aller Islandpferdereiter, kaum gut zu reiten sind. Sie bedürfen der regelmäßigen Korrektur und vermitteln auf Dauer keine echte Freude im Freizeitbereich.
Aus diesem Grund haben wir uns verstärkt auf 4-Gang-Zuchtlinien mit viel Tölt und vorrangig gutem Charakter und 5-Gang-Zuchtlinien, die keine heißen Rennpasser sondern locker töltende 4- und 5-Gänger hervorbringen, konzentriert.
Unser Zuchtziel sind vorrangig brave, leichtrittige Freizeitpferde mit viel Tölt, aber nicht zwingend mit hohen Sportambitionen. Richtig gute Sportpferde sind in aller Regel zu schwierig für einen entspannten Wander- und Freizeitritt.
Charakterlich einwandfreie Pferde, d.h. ein gutes Sozialverhalten und ein vertrauter Umgang mit dem Menschen sind uns gleichfalls wichtig.
Wir achten daher sehr auf die passende Auswahl der Hengste und Stuten sowie auf eine artgerechte Haltung und Aufzucht. Die guten Gene, das soziale Umfeld in der Herde und die artgerechte Aufzucht führen die jungen Pferde so perfekt an den Menschen.
Wenn wir dann richtig gute Berittarbeit leisten, bekommen wir tolle Reitpferde.
Ljosvaki fra Bergsstödum |
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Geb. 1993, Stm. 142,
Isabellhengst, 5-Gänger, mit sehr viel Ausstrahlung
Ljosvaki wurde am 4.5.01 in Blankenheim geprüft. Die Daten stehen seit dem im IPZV-Verzeichnis „Materialprüfungen“. Er wurde vorgestellt von Stymir Arnarson, Richter waren Horst Klinghardt, Heidi Schwörer und Ullu Becker, Reiterrichter Birgir Gunnarsson.
FEIF-Noten u.a.: 8,0 für Tölt, 8,5 für Temperament, 8,5 für Leichtrittigkeit sowie 8,5 für Charakter.
Seine Nachkommen sind alle Naturtölter ohne Passverschiebung mit tollem Charakter, daher ideale Freizeitpferde.
Decktaxe: 600,00 €
zuzüglich 7,00 € Weidegeld pro Tag |
Vater: Pavi frà Kirkjubae
VV: Angi frà Laugarvatni 1035
VM: Hylling frà Kirkjubae 5089 |
Mutter: Drift frà Bergsstödum
MV: Kolfinnur frà Kjarnholtum 1020
MM: Lysa frà Kjarnholtum I |
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Stormur v. Schönblick |
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Geb. 1983,
Stm. heute über 143, (als Junghengst lt. Körbericht: 146)
Schwarz-Braun-Schecke mit viel Behang
4-Gang-Vererber mit super vererbtem Tölt,
einer der bekanntesten Hengste aus dem Eliteregister,
sehr faires Wesen, von jedem Kind reitbar!
Decktaxe: 500,00 €
zuzüglich 7,00 € Weidegeld pro Tag |
Vater: Sjoni v. Waldrennach
VV: Stormur 702
VM: Stigandi fra Kolkuosi |
Mutter: Skotla fra Kolkuosi
MV: Pila 858
MM: Koka fra Kolkuosi |
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Skuggy |
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4-Gang-Hengst mit schwungvollem Trab, immer taktklarem Tölt und super gutem Wesen.
Er wurde viele Jahre in der Kinder- und Jugendklasse geritten.
Er ist der Sohn von Gilfi v. Pondsheimer Hof, einer der besten 4-Gang-Hengste Deutschlands.
Skuggy ging lange auch auf den Wanderritten mit.
Decktaxe: 350,00 €
zuzüglich 7,00 € Weidegeld pro Tag |
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Artgerechte Haltung
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Unser Hof und hat einen Kontrollvertrag mit QC&I Gesellschaft für Kontrolle und Zertifizierung von Qualitätssicherungssystemen GmbH (Biohof Kontrollinstitution) abgeschlossen.
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Unsere Tiere leben artgerecht in ganzjähriger Weidehaltung auf ökologisch* bewirtschafteten Wiesen und Weiden.
Die Futtergrundlage besteht nur aus selbst erzeugtem Heu und Grassilage. Lediglich die Junglämmer und Kälber erhalten gelegentlich, und höchstens in den Wintermonaten zusätzlich Rübenschnitzel.
Wir verabreichen weder Kraft- noch Mastfutter!
Dadurch hat das Risiko durch „Tiermehlzusätze“ bei uns nie bestanden. Wir nennen die Aufzucht unserer Tiere auch nicht Mast sondern Aufwachs-Phase. Kälber und Lämmer säugen bis zum Alter von 9 Monaten Muttermilch und werden im natürlichen Herdenverband allmählich an Rauhfutter gewöhnt. Medikamente – außer Parasiten-Behandlung – werden keine verabreicht.

Unsere z. Zt. ca. 140 Pferde werden in einem möglichst artgerechten Lebensraum gehalten. So sind alle Anlagen – ob Stall oder Weide – auf Islandpferde abgestimmt. Durch die Öko-Bewirtschaftung, also ohne Zufuhr von synthetischen Düngemitteln, ist die Pflanzen- und Kräutervielfalt der Weiden um ein über 10faches höher als bei konventionellen Wiesen und Weiden.
Die Zucht-Stuten bekommen schon während der Trächtigkeit unbegrenzt Futter, was den Fohlen zu gute kommt. Auch die Fohlen bleiben bis zum Alter von 4 ½ Jahren, also bis zum Einreiten, immer auf üppigen aber eiweißarmen Weiden bzw. erhalten im Winter auf den Jungpferde-Winterweiden Heu und Heulage ad libitum. Lediglich nach dem Absetzen sind sie bis zum ersten Weideauftrieb im Offenstall, da hier Fohlenstarter und spezielle Mineralstoffmischungen zugefüttert werden.
Die Jungpferde – getrennt nach Jahrgängen und Geschlecht – leben im naturnahen Herdenverband. Sie sollen möglichst ohne Störungen durch den Menschen ihre Jugend bis zum Anreiten ausleben. Diese Entwicklungsphase ist für das spätere Leben mit und für den Menschen besonders wichtig.
Viele kleine Züchter vertrauen uns seit Jahren ihre Absetzer zur Aufzucht an. Derzeit werden von uns fast 40 in Pension stehende Junghengste und Jungstuten mit unserer eigenen Zucht zusammen aufgezogen. Die ausgewachsenen Pferde haben sooft wie möglich Weidegang, der jedoch je nach Leistung und Gewichtszunahme kontrolliert reduziert wird. Daher stehen diese Pferde in Gruppen, selektiert nach Futtererfordernis. Wird der Weidegang reduziert, erhalten sie (z. B. tagsüber) im Offenstall oder auf den Paddocks Futterstroh zur freien Verfügung.

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Pferdefütterung ist die Mineralstoffversorgung. Neben Salzlecksteinen und der Mineralstoffschale erhalten alle Pferde zusätzliches Mineralfutter, dosiert nach dem Leistungsbedarf, sowie lose beigefüttert Salz und Elektrolyte bei anstrengenden Ritten, um die Muskelwerte zu unterstützen. Durch 3x jährliche Blutanalysen je Gruppe (also mindestens 20 - 25 Blutanalysen p. Jahr) sowie durch Futteranalysen und Bodenproben ermitteln wir den exakten Bedarf an Zufutter.
Wir wenden alleine zur Tierkontrolle und Mineralstoffgabe der Weideherden täglich 1 ½ Stunden auf. Das Ergebnis: Gesunde Pferde, nie zu „dick“ und glänzend im Fell mit schnellem Fellwechsel und guter Leistungsbereitschaft.
Aber auch das Handling mit den vielen Pferden muss gut organisiert sein. Da nicht alle Weiden aneinander liegen, müssen ganze Herden möglichst „tierschonend“ transportiert werden. Dazu haben wir einen Pferdetransporter bauen lassen, in dem 15 Jungpferde bzw. 12 erwachsene Pferde Platz finden. Er ist besonders gefedert und verfügt über eine Luftdruckbremse mit ALB und ABS, sowie einem rutschfesten Gummiboden. Auch dies gehört für uns zu einem guten Weidemanagement, ebenso wie regelmäßiges Schleppen der Flächen und Abmulden der überständigen Kräuter sowie die Nachweidung durch Rinder und Schafe.


Futterproduktion
Wir produzieren unser Winterfutter ausschließlich selbst. Lediglich Futterstroh und Mineralstoffe / Kraftfutter wird zugekauft. Da wir mehr als unseren eigenen Bestand versorgen können, beliefern wir einen Zwischenhändler für hochwertiges Pferdeheu aus Bio-Produktion, der damit auch kleine Betriebe beliefert.
Da die Wiesen und Weiden ungedüngt und ungespritzt sind, ist die Kräutervielfalt sehr hoch und der Eiweißgehalt deutlich niedriger als bei konventionellem Futteranbau.
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Fruktan*-Gehalt:
Fruktan ist ein Zucker und verantwortlich für Hufrehe sowie nach neusten Erkenntnissen auch mitverantwortlich für Exemanfälligkeit.
Es befindet sich bei Sonneneinstrahlung im gesamten Halm, bei bedecktem Himmel oder bei beginnender Dämmerung nur noch in den unteren Pflanzenteilen. |
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Entscheidend für die hohe Qualität der „Heulage“ (also Pferdesilage) ist der genau zu ermittelnde Schnittzeitpunkt ( möglichst kurz vor oder nach der Dämmerung sowie nicht so dicht an der Narbe) um den Fruktan*-Gehalt möglichst niedrieg zu halten, der Trocknungsgrad vor dem Pressen und die Pressdichte. Je trockener das Futter ist, je höher muss die Pressdichte, also der Pressdruck sein. Gute Pferdesilage ist daher kaum mit einer Rundballenpresse, sondern viel besser mit einer Quaderballenpresse herzustellen. Bei der Heuproduktion, die erst bei einem Blütenstand von mindestens 70 % der Gräservielfalt erfolgen soll, ist es genau umgekehrt. Hier muss der Schnittzeitpunkt und die Schnitthöhe genau eingehalten werden, das Pressen sollte jedoch in lockeren Rundballen erfolgen. Dieses dann duftende, kräuterreiche Eifelheu ist bester Garant für gesunde Pferde.
